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Geschaut von den EngelnUnter der Kirchendecke geht das Tauffenster in einen Fensterfries über; er führt in fast 20 Meter Länge zum Chorraum der Kirche. In den Bildern sind zwei Aussagen über die Engel erkennbar: Engel sind “ganz Auge”, denn “sie schauen das Antlitz des Vaters, der im Himmel ist”, Engel sind Boten Gottes. Darum die Flügelpaare,
Zeichen der Bereitschaft für Gott. Neun Chöre der Engel nennt die Heilige Schrift: Engel und Erzengel, Fürstentümer (Koll,16), Gewalten (IKor 15,24), Herrschaften (Eph 1,22), Mächte (Röm 8,38), Throne (Kol 1,16) Cherubim und Seraphim. In dieser Reihenfolge sind in den einzelnen Fensterabschnitten die Engel dargestellt. |
Fensterfries NordVerkündet den Heiden Bild Beginnend an der Apsiswand führt ein Bilderfries
an der Nordwand in biblische Verkündigungs berichte ein. "Das Licht,
das die Heiden erleuchtet" (Lk 2,32) und davor der siebenarmige
Leuchter des Tempels werden dargestellt. |
Der AltarraumGeglaubt in der Welt An der Rückwand des Altarraumes greift das Backsteinmosaik in einer Größe von acht auf vierzehn Metern das Unterthema auf: "Christus, geglaubt im Kosmos, in der ganzen Weltenschöpfung." Das Bild gibt Zeugnis vom "Wort, das Fleisch geworden ist". Christus in der Mandorla sitzt der Gemeinde Gottes als ihr Kyrios gegenüber. Umgeben von zwei Cherubim ruft er die Menschen zum Gottesdienst und in seinen Dienst für die Menschen. Erhöht in Herrlichkeit Der Hymnus aus dem ersten Timotheusbrief schließt ab mit dem Satz: "ER (Christus) ist erhöht in Herrlichkeit. Der im schlichten Grau gehaltene Altarstein, der "Tisch des Herrn", stellt symbolisch Christus dar. Von im sagt die Heilige Schrift, er sei der lebensspendende Fels, aus dem die Gläubigen trinken (lKor 10,4), der lebendige Stein (IPetr 2,4), der Eck- und Schlußstein (IPetr 2,7; Eph 2,20). Die vier Wesen, die in der Offenbarung des Johannes genannt werden (Offb 4,6 f.), bilden die "Hörner des Altares". In ihnen lebt die Erinnerung an die alten vier Tierkreiszeichen der vier Himmelsrichtungen weiter. Sie sind zugleich die Sternbilder in der Mitte der vier Jahreszeiten. In der Kirche sind sie die Symbole für die vier Evangelisten. Das, was auf dem Altar gefeiert wird, ist gedeutet und getragen vom Wort, das die Evangelisten überlieferten: Mensch für Matthäus: sein Evangelium beginnt mit
dem Stammbaum J esu Christi Die Tabernakel-Stele An der Rückseite des Chorraumes befindet sich die Sakramentenstele, in die der Tabernakel eingearbeitet wurde. In ihm werden die konsekrierten eucharistischen Gaben aufbewahrt, insbesondere um den Kranken und Sterbenden jederzeit gereicht werden zu können. Das Ewige Licht in der Stele weist auf die Eucharistischen Gaben hin. Der Tabernakel, der ursprünglich auf dem Altar angebracht war, zeigt Motive des 21. Kapitel der Geheimen Offenbarung: "Ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott her aus dem Himmel herabkommen; ... im Osten hat die Stadt drei Tore und im Norden drei Tore und im Süden drei Tore und im Westen drei Tore; die Grundsteine der Stadtmauer sind mit edlen Steinen aller Art geschmückt". Das Lamm auf der Tabernakeltüre, Symbol für die Hingabe Gottes in Jesus Christus, verwaltet die Geheimnisse Gottes. Selig werden in der Heiligen Schrift die gepriesen, die zum Hochzeitsmahl des Lammes geladen sind. Der Ambo Der Ambo ist der zentrale Ort für die Verlesung
des Heiligen Schrift und auch für deren Auslegung in der Predigt. Zwei
biblische Gestalten sollen darauf hinweisen: |
Die WerktagskapelleDie Seitenkapelle Bilder Die Seitenkapelle ist in ihrer Gestaltung Maria, der Mutter Jesu, gewidmet. Der Raum ist zugleich Beichtkapelle. Das Glasbetonfenster ist deshalb in der dunkelvioletten Farbe der Buße und der Umkehr gehalten. Von der linken Seite aus gesehen, folgen die eingepaßten Symbole den Ereignissen von Geburt und Kindheit Jesu. Der Taube als Zeichen der geistgewirkten Empfängnis folgt das Namensmonogramm Marias, zugleich dargestellt als Pforte des Himmels, durch die ihr Sohn in die Welt kam. Es folgen der Stern von Bethlehem und die Krippe mit dem Kind, "das in Windeln gewickelt" (Lk 2,12) ist. In den Gaben der Sterndeuter Krone (für Gold), Weihrauch und Kreuz (für Myrrhe) wird ausgesagt, was wir Christen Gott schenken sollen: das Gold unserer Liebe, den Weihrauch unserer Anbetung und das Kreuz unseres in Christus getragenen Leidens. Weiter zeigt das Fenster das Festgeheimnis der Darstellung Jesu im Tempel (2. Februar): das Taubenpaar, mit dem nach jüdischen Brauch die Erstgeburt im Tempel ausgelöst wurde, das Schwert, das nach der Verheißung des Simeon die Seele Marias durchdringen wird, und das Licht mit dem Christusmonogramm (IHS), das" die Heiden erleuchtet" (Lk 2,32). Der Wandteppich ist die bildliche Darstellung des zwölften Kapitels der Geheimen Offenbarung: "Dann erschien ein großes Zeichen am Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet; der Mond war unter ihren Füßen und ein Kranz von zwölf Sternen auf ihrem Haupt". Hier wird verschlüsselt die Gefährdung des jungen Christentums durch die Verfolgungen unter Domitian (römischer Kaiser 81-96) beschrieben und gilt für das Schicksal des Gottesvolkes des Neuen Bundes für seinen Weg durch die Zeit. "Der Drache stand vor der Frau, die gebären sollte; er wollte ihr Kind verschlingen, sobald es geboren war. Und sie gebar ein Kind, einen Sohn, der über alle Völker mit eisernem Szepter herrschen wird. Und ihr Kind wurde zu Gott und zu seinem Thron entrückt. Die Frau aber floh in die Wüste, wo Gott ihr einen Zufluchtsort geschaffen hatte;". |
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Die Marienkirche verdankt ihre Entstehung vor allem dem damaligen Stadtpfarrer Eduard Hampf. Der schönste Schmuck der Kirche indes ist die Gottesdienst feiernde Gemeinde und jeder, der sich hier betend und betrachtend dem geoffenbarten Geheimnis Gottes zu nähern sucht. Im Januar 2002 KGD |
Die Orgel |
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Am Fest Mariae Verkündigung, dem 25. März 1995, wurde die Orgel eingeweiht. Sie ersetzte eine von vornherein als Provisorium gedachte, 1964 angeschaffte Kleinorgel. Als diese nach mehr als 30 Jahren immer häufiger in ihrer Funktion gestört war, wurde der Wunsch nach einem den liturgischen und musikalischen Bedürfnissen adäquaten Instrumentes immer drängender. Nach intensiver Diskussion entschied der Kirchengemeinderat nach Anhörung der Gemeinde und der bischöflichen Orgelexperten 1992, ein neues Instrument anzuschaffen. Den Auftrag hierfür erhielt der Orgelbaumeister Peter Plum aus Marbach am Neckar. Unter dem Sachverstand des Domorganisten und Orgelsachverständigen Wolfram Rehfeld entstand nach dem System der mechanischen Schleiflade eine Pfeifenorgel als dreimanualige Anlage. In vier Werken sind in 25 Registern 1.698 Pfeifen eingebaut. Disposition: Wolfram Rehfeld, bischöflicher Orgelsachverständiger und Domorganist, Rottenburg a.N. Entwurf, Anfertigung, Intonation: Orgelbau Peter Plum, Marbach am Neckar |
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